•  News SingleView 
    •  News SingleView english 
|

Lesen Sie hier unsere PARI-News

Mehr Zeit zum Wirken: Mit PARI SINUS bleibt die Substanz länger vor Ort

Donnerstag, 17. März 2011

Aktuelle Forschungsdaten zum Vergleich Nasenspray / PARI SINUS belegen diesen zusätzlichen Aspekt für die effiziente Therapie der Nasennebenhöhlen

Gerade wenn ein Wirkstoff direkt an den Ort des Krankheits-Geschehens gebracht wird, ist eine lange Verweildauer im betroffenen Bereich wünschenswert. Die Wirkung des Medikaments wird dann prinzipiell besser genutzt. Wie groß der Benefit jedoch für ein bestimmtes Krankheitsbild und jedes spezifische Medikament ist, muss allerdings durch weitere Studien abgeklärt werden. Warum nach Aerosolapplikation durch den PARI SINUS der Abtransport so deutlich langsamer erfolgt als bei einem Nasenspray, ist noch nicht vollständig verstanden. Eine mögliche Ursache hierfür könnte sein, dass das Aerosol in Bereiche vordringt, die eine verzögerte mukoziliäre Clearance aufweisen. Zu nennen sind hier die vorderen Bereiche der Nasenhöhle, das Riechepithel und die Nasennebenhöhlen. Dass insbesondere die Nebenhöhlen nur mit dem PARI SINUS zu erreichen sind und nicht mit handelsüblichen Nasensprays, ist durch Studiendaten bereits gut belegt [z.B. 1].

 

 

 Die Verweildauer der radioaktiv markierten Testsubstanz war viel länger, wenn sie mit dem PARI SINUS verabreicht wurde (rechts). Der Sprühstoß aus dem Nasenspray wurde durch die mukoziliäre Clearance sehr rasch fast vollständig abtransportiert (Daten bislang unveröffentlicht).

Die Kombination aus der effektiven Deposition von Medikament in den schwer zugänglichen Nasennebenhöhlen und der verlängerten Verweildauer könnte für eine wirksame Behandlung besonders vorteilhaft sein. Erste positive Erfahrungen aus der Klinik belegen dementsprechend das vielversprechende Potential dieser Therapie-Option [2,3,4]. Derzeit laufen weitere klinische Studien für verschiedene Krankheitsbilder mit dem PARI SINUS.

Die Gamma-Camera-Videos wurden bislang insgesamt für 4 gesunde Freiwillige erstellt. Alle erhielten entweder jeweils einen 100µl Sprühstoß aus dem Nasenspray in das linke und rechte Nasenloch oder jeweils 20 Sekunden lang Aerosol via PARI SINUS. Die Testsubstanz (DTPA) war radioaktiv markiert. Gamma-Camera-Aufnahmen wurden direkt nach der Aerosolgabe erstellt. Der Beobachtungszeitraum für die Videos betrug insgesamt 45 Minuten. Nach 20 Minuten durften die Studienteilnehmer eine kurze Pause einlegen. Zusätzlich wurden nach 2, nach 4, nach 6 und nach 24 Stunden weitere einzelne Bilder aufgenommen. Die Zeit, bis die Hälfte der nasal applizierten Aktivität aus der Nase abtransportiert wird, betrug beim Nasenspray nur etwa 15 Minuten - beim PARI SINUS waren es 70 Minuten.

Alle Aufnahmen wurden mit einem computertomographischen Schnittbild des Schädels überlagert, um die anatomischen Gegebenheiten zu veranschaulichen.

 

Quellen:

  1. Möller et al. 2010 Otolaryngology-Head and Neck Surgery (142): 382-388
  2. Mainz et al. 2010 Journal of Cystic Fibrosis (9): S23
  3. Geppe et al. 2009 Poster auf dem Kongress der europäischen Lungengesellschaft ERS
  4. Mainz et al. 2009 Journal of Cystic Fibrosis (8): S69

News-Archiv

Youtube
Bookmark and Share